Gallerist

Den Galeristen in New York nennt man seit einigen Jahren "Gallerist", vom deutschen Begriff Galerist abgekupfert ist das der gute alte "arts dealer" mit neuem Namen. Gleich bleibt das Geschäft des Arts Dealers vs. Gallerist vs. Gallerist.

Freiluft GalerieEine Kunstgalerie oder eine Galerie ist ein Raum, der vorwiegend für die Ausstellung von Kunst genutzt wird. Das Unternehmen oder die Einzelperson, die eine solche Kunstgalerie betreibt, wird Galerist (engl. "Gallerist") genannt. Der Galerist als Betreiber einer Kunstgalerie hat eventuell Grafikdesign oder Kunstgeschichte an einer Kunsthochschule studiert. Dies ist nicht Bedingung für die Eröffnung einer Kunstgalerie, aber mit Sicherheit eine gute Basis für anstehende Geschäfte mit der Kunst. Auch ein Praktikum in einer Galerie ist eine ideale Vorbereitung zur Arbeit als Galerist, denn fundierter Kunstverstand kann hier nur von Vorteil sein.

Der Galerist übernimmt die Vermittlung zwischen dem ausstellenden Künstler und dem Publikum der Galerie und den Lesern der Kataloge. Gleichzeitig ist er auch Verkäufer der von ihm präsentierten Kunstwerke. Etablierte Galeristen sitzen vielleicht in New York (siehe usa-netz.de), in London (siehe london-netz.de), Düsseldorf (siehe duesseldorf-netz.de)  oder auch in Paris (siehe paris-netz.de). Aber auch in Russland sind renommierte Galeristen zu finden. Eigentlich sitzen Galeristen überall dort, wo Künstler und kunstinteressierte zusammentreffen. Mit Sicherheit findet er in großen Städten mit Kunstakademien viele Künstler. Und natürlich auch viele am Erwerb von Kunstwerken interessierte Käufer.

Es gibt auch Künstler, die selbst als Galerist für ihre Werke auftreten. Das können sie zwar nicht im selben Umfang, wie ein ausschließlicher Galerist. Doch auch der Künstler selbst kann geeignete Orte für die Ausstellung seiner Werke finden, die Ausstellungstermine veröffentlichen und Einladungskarten entwerfen und absenden. Der Künstler als eigener Promoter und Galerist kann auch die Presse über anstehende Ausstellungen informieren oder Interviews geben. Vielleicht erlaubt es sein Budget, seine Werke in einem Katalog zusammenzustellen und dafür möglichst viel Marketing zu betreiben.

Ein vom Künstler beauftragter Galerist ist erst dann an großen Aktivitäten zur Vermarktung der Kunst interessiert, wenn auch der Kaufpreis der entsprechenden Kunstwerke einen gewissen Rahmen erzielen kann. Sonst würde sich sein Einsatz für ihn nicht lohnen. Wenn die Provision nur einen Teil der Kosten decken würde, die der Galerist für die Promotion Aktionen im Voraus gezahlt hatte, wäre es ein Minusgeschäft für ihn. Daher sollte ein Galerist nur Arbeiten von Künstlern ausstellen und promoten, die zumindest schon einen gewissen Namen in der Kunstwelt erreicht haben. Mit dem Bekanntheitsgrad des Künstlernamens erhöhen sich schließlich auch die zu erzielenden Preise. Stimmen die Verkaufszahlen nicht, würde sich der Einsatz des Galeristen kaum rechnen.

Auch wenn es sicher eine abwechslungsreiche und sehr interessante Arbeit ist, eine Galerie zu betreiben, Vernissagen zu veranstalten, Kontakte zu pflegen und Künstler und Kunstinteressierte und Vertreter der Presse zu treffen, der Galerist bliebe auf den Kosten sitzen, wenn er die ausgestellten Werke nicht zu angemessenen Preisen verkaufen könnte. Bei aller Liebe zur Kunst kann das kaum der Sinn seiner Arbeit sein. Ob in Deutschland der Galerist oder in USA der "Gallerist" - beide sind Geschäftsmänner mit Kunst oder Künstler als "Produkt" und dem Ziel, diese erfolgreich zu vermarkten.

Foto: H.J.H Lenk

Kunststadt Düsseldorf

Eine Hochburg der Galerien in Deutschland liegt in der Kunststadt Düsseldorf. Rund um die Düsseldorfer Kunstakademie hat sich eine bunte Galerien-Szene angesiedelt, die international herausragend ist.

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Design

Kunst und Design sind nicht das Gleiche. Am Beispiel Logodesign sieht man, das Design anderen Regeln folgt.